Verfasst von: danielbaulig | 24. September 2010

Umzug: www.danielbaulig.de

Ab sofort werde ich diesen Blog hier nicht weiter aktiv pflegen, denn ich ziehe um nach http://www.danielbaulig.de/

Ich habe alle meine Postings und alle Kommentare in das neue Blog übernommen, darum bitte ich euch eure Feeds und Bookmarks zu updaten. Vielen Dank:)

Verfasst von: danielbaulig | 6. August 2010

A3O – TripleA Online

Habe nun schon mehrere Monate nichts mehr auf meinem Blog von mir hören lassen. Ich hatte keine Motivation und habe mich lieber mit anderen Dingen beschäftigt: vor allem mit A3O.

A3O (gesprochen TripleA O) ist ein TripleA / Axis & Allies Klon der komplett im Browser läuft. Dabei kommen moderne Webtechnologien wie HTML5 (v.a. Canvas) und ECMAScript 5 zum einsatz. Gestützt wird das ganze durch eine auf LAMP basierte Serverkomponente, die für die Spielinitiierung, den Spielablauf und das Einhalten der Regeln verantwortlich ist. Zur Zeit arbeite ich intensiv am Server-Backend (wie man vielleicht an meinem Twitter Stream erkennen kann) um grundlegende Mechanismen und ein erstes konkretes Regelwerk zu implementieren (nämlich Axis & Allies Revised LHTRv2.0).

Auf Clientseite gibt es bereits einen Prototypen, der allerdings komplett verworfen und neu implementiert werden wird. Beim implementieren des Prototyps zeigten sich gravierened Performance unterschiede der verschiedenen ECMA-Script/JavaScript implementationen und das ursprüngliche Konzept eines modularen, flexiblen Rendering Envoirements lässt sich auf manchen dieser Implementationen (Firefox 3.6) leider nicht performant genug umsetzen.

Das Projekt wird aller Voraussicht nach unter einer OpenSource ggf sogar Copyleft Lizenz veröffentlich werden. Der Quelltext ist bereits auf github.com öffentlich einsehbar steht aber bisher noch unter keiner konkreten Lizenz und unterliegt somit den regulären Copyright- und Urheberrechtseinschränkungen bis ich mich für eine Lizenz entschieden habe.

Auch wenn es sich um einen TripleA Klon handelt, stellenweise ähnliche oder gleiche Konzepte zum Einsatz kommen und versucht wird möglichst „Assetkompatibilität“ zu erhalten und wo dies nicht möglich ist Konverter und Importiermechanismen zur Verfügung gestellt werden sind die Spiele grundsätzlich nicht kompatibel zueinander. Das heißt ein gemeinsames Spiel untereinander wird nicht möglich sein und Spielregeln bzw. Maps lassen sich nicht ohne vorherige Anpassung einbinden.

Mein Zeitplan sieht im Moment vor in den nächsten Wochen die Serverimplementation auf einen rudimentär lauffähigen Stand zu bringen. Features die dann vorhanden sein werden sind das Gameboard (platzieren, bewegen, entfernen von Einheiten, erforschen von Technologien, etc), das Turnhandling in Form einer Finite State Machine und das abbilden von in das System eingespeiste Kommandos bzw Changes auf das Gameboard und die FSM (Spielereingaben, die vom Client übermittelt werden). Signifikante Features, die zu dem Zeitpunkt noch fehlen werden sind Sessionhandling, Authentifikation, Lobby Features (Spiele erstellen, beitreten, etc) und vor allem die Battle Mechanik möchte ich noch etwas hinauszögern.

Zu diesem Zeitpunkt möchte ich die Entwicklung am Server vorerst einfrieren und die Entwicklung des Clients voran bringen. Vorläufiges Ziel ist ein hoch performantes Rendering auf HTML Canvas des Gameboard mit allen Informationen die es zur Verfügung stellt, bewegen von Einheiten und Phasen und Zugwechsel. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann auch endlich etwas aktuelleres zum Vorzeigen womit ich hoffe das Interesse an A3O auch in der Axis & Allies Community im Netz entfachen zu können. Denn es gibt eine begeisterte Online Spieler Community im Internet, die allerdings noch immer mit archaisch anmutenden Technologien spielt (PBEM, ABattleMap, Dicey, etc). Ein Browsergestütztes Axis & Allies ist das was dieser Online Community seit Jahren fehlt.

Verfasst von: danielbaulig | 23. März 2010

Richtig oder Falsch: Was ist das Maß der Moral?

Ich bin ein riesen Fan von TED. Viele große Geister haben schon viele große Ideen via TED in die Welt verbreitet. Gestern habe ich den TED Talk von Sam Harris mit dem Titel Science can answer moral questions gesehen. Da ich im Grunde eine naturalistische Weltsicht habe war ich sehr gespannt auf den Talk.

Ich wurde jedoch zutiefst erschüttert von der Arroganz mit der Sam Harris dort auf der Bühne andere Weltansichten, die nicht die seinen sind, versuchte als wissenschaftlich falsch darzustellen. Ja mir wurde regelrecht schlecht, als er argumentierte Kopftücher zu tragen, sei legitim, solange man es freiwillig tue, und z.B. jeder der TED Besucher, als aufgeklärtes Publikum, habe das absolute Recht dazu, aber in den islamischen Ländern sei es moralisch verwerflich, da die Frauen dort keine Wahl haben.

Die Dekadenz, die dort aus diesem, mir leider bisher unbekannten, Autor spricht ist unbeschreiblich. Er erhebt sich zum Moralapostel, zum absoluten Mittelpunkt der Welt, zur Grenze zwischen Richtig und Falsch, zur Trennlinie von Schwarz und Weiß. Sam Harris argumentiert Moral habe – genau wie die Wissenschaft – einen Anspruch auf einen absoluten Standpunkt. Auf eine absolute Wahrheit. Auf ein richtig und falsch, losgelöst vom Kontext dieser Moral. Herausgerissen aus der Kultur, der Erziehung, den weltlichen Umständen. Doch Sam Harris argumentiert falsch. Nicht einmal die Wissenschaft nimmt sich heraus die absolute Wahrheit zu kennen. Auch die Wissenschaft kann nur das erfassen, erklären und beurteilen, was innerhalb ihres Kontext geschieht. Als Isaac Newton seine Gesetze der Mechanik und Gravitation verfasste, hatte er da unrecht? Nein, in der Welt, die er kannte, die er erfassen konnte, waren diese Gesetze Wahr. Wir, als außenstehende, die diesem beengenden Kontext erweitern konnten sehen, dass seine Gesetze nur eine Näherung für einen konkreten Spezialfall waren. Aber das macht diese Gesetze für Newton und seine Zeitgenossen nicht weniger richtig. Newton hätte nichts beobachten können, dass seine Gesetze in Frage stellt. In seinem Kontext hatte er die Wahrheit gefunden.

Auch Moral kann sich nicht von diesem Kontextbegriff lösen. Die moralischen Entscheidungen, die für den Einen, innerhalb seines Kontexts, absolut vertretbar und legitim erscheinen, mögen für einen Anderen, der das Ganze von außerhalb betrachtet und nicht dem selben Kontext unterliegt, fragwürdig oder sogar schlicht falsch erscheinen. Aber auch der Andere ist nicht frei von dieser kontextuellen Betrachtung. Auch er unterliegt einer Umwelt, die seine Sicht der Dinge prägt und auch er hat nicht die absolute Wahrheit gefunden. Dies ist, was Sam Harris in seinem Talk vergisst, wenn er argumentiert, in der westlichen Welt habe man schließlich die Freiheit mit seinem Körper zu tun was man wolle. Dass das nicht einer absoluten Wahrheit entspricht erkennt er nicht. Ja, ich habe die „Freiheit“ mein Gesicht zu tätowieren, mit bunten Kleidern und einer Glocke bewaffnet durch die Straßen zu marschieren oder sämtliche meiner Saufgelage ausführlich auf Facebook zu dokumentieren. In der Realität jedoch würde jede dieser Handlungen meinen gesellschaftlichen Freitod einleiten. Mit einem tätowierten Gesicht oder einem fragwürdigen Ruf, wird man bei uns eben kein Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens. Höchstens Schausteller auf einem Jahrmarkt oder Zirkusakrobat.
Doch Harris erkennt das nicht, weil er sich seines eigenen geistigen Gefängnisses nicht bewußt ist und nicht sieht, dass auch seine Sicht auf die Dinge getrübt ist von den Prinzipien seiner Gesellschaft, seiner Erziehung, seinen Erfahrungen, seiner eigenen, kleinen Welt – mag sie für ihn noch so groß erscheinen. Für Menschen, die außerhalb dieser Blase stehen mag das öffentliche Auftreten auf einer Bühne ohne Kopfbedeckung so skandalös sein, wie es normal wäre vor dem Betreten der Bühne seine Schuhe aus zu ziehen und seine Füße zu waschen.

Bedeutet das, dass es richtig sein kann Kinder zu schlagen, Frauen Burkas tragen zu lassen und Dieben die Hand abzutrennen? In meinen Augen nicht. In den Augen eines anderen Menschen: wahrscheinlich ja. Steht es uns zu, darüber zu urteilen? Nein, denn auch wir können Ihren Kontext nicht erfassen. Und unser Ziel kann es darum nicht sein zu versuchen, unsere moralischen Vorstellungen in Ihren Kontext einzusetzen, wie das z.B. beim „Nationbuilding“ der Fall ist, sondern das Ziel muss es sein, dass beide Seiten ihren Kontext kontinuierlich erweitern, bis man irgendwann genügen Schnittraum hat, um gemeinsame Wertvorstellungen und Moral erklären und vertreten zu können.

Verfasst von: danielbaulig | 14. Januar 2010

Blogger-Interviews #2

Zunächst einmal Frohes Neues! Ich habe eine weile nichts mehr von mir hören lassen. Philip Banse hat gestern allerdings die zweite Reihe an Blogger-Interviews, welche er in Zusammenarbeit mit dctp.tv erstellt, veröffentlicht. Diesmal mit von der Partie: Mario Sixtus (Der elektrische Reporter), Udo Vetter (Law Blog), Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache) und Stefan Laurin (Ruhrbarone).
Falls ihr die erste Interview-Serie noch nicht gesehen habt, sie ist in jedem Fall auch sehenswert: Blogger-Interviews für dctp.tv #1 mit Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Stefan Niggemeier (Stefan Niggemeier und Bildblog), Johnny Häusler (Spreeblick) und Sascha Lobo (SaschaLobo.com).

Verfasst von: danielbaulig | 3. Dezember 2009

Abgekochte Bildungspolitik

Gestern Abend gegen 19 Uhr lies die Hochschulleitung der Goethe Universität Frankfurt das seit Montag Abend im Rahmen der #unibrennt Proteste besetzte Casino am IG-Farben Campus unter Anwendung von Gewalt räumen. Die Webseite des Aktionsbündnis „bildungsstreik:frankfurt“ berichtet von mehreren Verletzten Studenten.
Andere (öffentlich rechtliche) Quellen berichten von einem eher glimpflichen Verlauf.
Die Frankfurter Rundschau hat eine Fotostrecke mit rund 30 Aufnahmen von kurz vor und während der Räumung.
Zur Räumung entschloss sich die Hochschulleitung angeblich weil es im Rahmen der Besetzung zu Sachbeschädigungen an Universitätseigentum kam. Die Sachbeschädigungen belaufen sich laut Schätzungen der Hochschulleitung auf mehrere hunderttausend Euro. Aus mehreren anderen #unibrennt Städten kamen über Twitter Solidaritätsbekundungen und in Marburg wurde sogar spontan eine Demonstration auf die Beine gestellt.
Für heute ist wohl eine Versammlung im Café KoZ geplant. Wer auf dem laufendem bleiben möchte sollte dem offiziellen Twitter Account vom Bildungsstreik Frankfurt/Main (@BSFFM) folgen; die Hashtags sind #ffmbrennt und #bsffm.

Verfasst von: danielbaulig | 30. Oktober 2009

Das Rettungsnetz

Hochseilakrobatik ist äußerst spannend und bringt Freude für Zuschauer und Akrobaten. Aber das wichtigste bei der Hochseilakrobatik ist das Rettungsnetz. Es sorgt dafür, dass der Artist, der für uns alle ein hohes Risiko eingeht, sanft landet, sollte er doch einmal stürzen.

Die Blogosphäre ist auch ein solches Rettungsnetz. Wenn was schief geht im Internet, sei es die Abmahnung eines Häkelclubs oder eines zitierenden Bloggers, das Abgrasen persönlicher Daten aus Sozialen Netzwerken oder die mangelnde Awareness für IT-Security von Unternehmen, dann kann man sich sicher sein: die deutsche Bloggerszene ist bereit, das Rettungsnetz untereinander aufgespannt. Das ist wichtig für das Selbstverständniss der Blogosphäre. Vernetzung bietet mehr Tiefgang, mehr Informationsfülle, mehr Wahrheit und auch mehr Sicherheit. Links sind unsere Druckauflagen, unsere Einschaltquoten, unsere Öffentlichkeit. Darum sind die Links, die dieses Netz bilden, so wichtig für die Blogosphäre.

Verfasst von: danielbaulig | 20. Oktober 2009

Bücherverbennung 2.0

Als die Bibliothek von Alexandria 48v.Chr. nieder brannte so war das zwar ein Unfall biblischen Ausmaßes, aber aller Wahrscheinlichkeit nach unabsichtlich. In der letzten Woche machten jedoch zwei verschiedene Vorfälle von sich reden, die man sehr wohl mit Bücherverbrennung 2.0 bezeichnen könnte – und die im Gegensatz zu der Katastrophe in Alexandria alles andere als unabsichtlich waren.

Ich rede hier von der Vernichtung von Gewalt verherrlichenden Computerspielen und die Löschung einer ganzen Reihe von Wikipedia Artikeln aus dem Umfeld der Internetsperren-Diskussion – insbesondere des Artikels zum Verein Missbrauchsopfer gegen Internetsperren (MOGIS).

Zur Computerspiele Aktion kann man kurz und bündig sagen, dass sie weniger Erfolgreich verlief. Eigentlich ziemlich peinlich für die Veranstalter. Trotzdem erregte sie mediale Aufmerksamkeit und wurde unter anderem in ZDF Nachrichtenmagazin heute erwähnt (siehe auch ZDF Mediathek).

Die Wikipedia Aktion allerdings empfinde ich als deutlich brisanter. Wenn Wikipedia Administratoren beginnen unter dem Vorwand der Relevanz wie wild Artikel zu löschen, deren gesellschaftliche Relevanz, zumindest im Kontext der sich zugetragenen Netzsperren-Diskussion indiskutabel gegeben ist, dann kann irgendwas nicht stimmen. Die Wikipedia Relevanzkriterien sind in jedem Fall einer Revision bedüftig. Pavel fasst es in seinem Blog Aggregat7 sehr schön zusammen: 99% aller Deutschen sind irrelevant.
Auch fefe stellt die Frage nach einer zu strikten Auslegung der Relevanzkriterien durch Wikipedia Administratoren und ob diese Angst haben, dass die Wikipedia zu dick werde um sie mit sich herum zu tragen. Nein, ihnen geht sogar schon der Platz in der Bibliothek aus!

Verfasst von: danielbaulig | 18. Oktober 2009

Free Software Foundation

Heute möchte ich euch die Free Software Foundation vorstellen. Die Free Software Foundation, oder kurz einfach FSF, wurde 1985 in Boston, USA gegründet und fördert und unterstützt Freie Software auf einer weltweiten Basis. Frei meint dabei nicht das Frei wie in „Freibier“, sondern Frei wie in freie Meinungsäußerung. Es geht um genau zu sein um die Freiheit Software, und damit ihren Quelltext, zu benutzen, zu kopieren, zu untersuchen, zu verändern und weiter geben zu können.
Die bekanntesten Steckenpferde der FSF sind das GNU Betriebssystem, eine Sammlung von verschiedenen Programmen um einen PC zu betreiben und die GNU General Public License (kurz GPL), eine Lizenz zum vertreiben von Software. GNU wird, aufgrund des Fehlens eines eigenständigen Kernels, meistens zusammen mit dem Linux Kernel vertrieben. Zusammen spricht man dann von einem GNU/Linux System.
Das GNU System, und auch viel weitere Freie Software, wie z.B. auch der Linux Kernel, stehen unter den Lizenzbedingungen der GNU GPL, welche die Prinzipien Freier Software sicher stellt. Ein Herausstellungsmerkmal zu anderen Freien Lizenzen ist der virale Charakter der GNU GPL. Die Lizenz verlangt nämlich, dass abgeleitete Werke unter die selbe Lizenz gestellt werden. Das allerdings ist auch der größte Kritikpunkt an der GNU GPL. Die GNU GPL entspricht in etwa den Bedingungen von der Creative Commons BY-SA Lizenz, allerdings verlangt die GNU GPL noch weitere Anforderungen und ist somit restriktiver.
Summierend kann gesagt werden, dass die IT und vor allem das Internet heute ohne die Free Software Foundation so nicht existieren würden. Die Free Software Foundation hat der Menschheit große Dienste geleistet und verdient damit unsere Anerkennung.

Verfasst von: danielbaulig | 16. Oktober 2009

RIP Zugangserschwerungsgesetz

Wir haben sie nicht gewollt – wir haben sie nicht gewählt. Doch mit dem Wahlergebnis vom 27. 09. 09 trat die FDP in die Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Niemand hat der FDP ihr wieder gefundenes Bürgerrechts-Gewandt so recht geglaubt. Und trotzdem haben viele ihre Hoffnung in die FDP gesetzt, dass sie doch zu ihren Wahlkampfaussagen steht, in den Koalitionsverhandlungen für Bürgerrechte eintritt und in der Lage ist sich gegen die CDU durchzusetzen.

Und dann, gestern Abend, kam es über Twitter: das Zugangserschwerungsgesetz wurde ausgesetzt! Doch langsam, ausgesetzt heißt nicht abgeschafft. Alvar Freude fasst es gut zusammen:

  • Es wird ein „Anwendungserlass“ geben, der besagt:
    • Das BKA darf keine Listen erstellen
    • Das BKA darf keine Sperrlisten weitergeben
  • Dies gilt für das Gesetz und die „freiwilligen“ Verträge der Provider
  • Das BKA soll dafür sorgen, dass die Inhalte gelöscht werden.
    • Dazu wird das BKA die Meldestellen von eco und/oder INHOPE einbinden
    • Also nicht nur auf eigene Faust bzw. über die träge internationale Polizeiarbeit handeln
  • Das ganze gilt für ein Jahr
  • Danach wird der Erfolg geprüft, quasi: wurden die Inhalte entfernt?
  • Wenn sich das Ganze als erfolgreich herausstellen wird, wird das Gesetz in einem Jahr abgeschafft

Auf jeden Fall ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung und ich glaube wir schulden der FDP ein „Dankeschön“. Leider ist es heutzutage ja nicht mehr selbstverständlich zu Wahlkampfaussagen zu stehen.
Aber wir können mit Stolz behaupten, dass das ganze Bloggen, mit Reportern, Freunden und Verwandten sprechen, Demonstrieren, Twittern, Unterschriftensammeln und was sonst noch alles getan wurde, erfolgreich war. Darum auch ein „Dankeschön!“ an EUCH ALLE!

Verfasst von: danielbaulig | 27. September 2009

Heute wird gewählt

Es ist soweit: heute wird gewählt. Seit Wochen blicke ich diesem Tag mit Reue, Spannung und Vorfreude entgegen. Reue, weil ich meinen Fehler von letzter Wahl SPD gewählt zu haben wieder gut machen kann. Spannung weil ich wissen möchte ob die allgemeine Stimmung der letzten Wochen auch in einem Abstrafen der SPD und einer stärkeren Linken führen wird und letztendlich Vorfreude, weil ich heute meinen Änderhaken setzen werde.

Die Piraten wurden in den letzten Wochen stark diskutiert und gerade auch aus der linksorientierten Blogosphäre stark kritisiert. Bei aller Kritik, ob sie nun überspitzt war oder angebracht, so glaube ich erfüllt meine Stimme für die Piraten eine wichtige Aufgabe: etablierter Politik zu zeigen, was mir – und allen anderen Piratenwählern – wichtig für die Zukunft dieses Landes ist. Bürgerliche Freiheitsrechte werden seit Jahren beschnitten, unser Grundgesetz ausgehöhlt und der Bürger immer mehr unter Generalverdacht gestellt. Sicherlich gibt es auch andere Wichtige Dinge, die eine Wahlentscheidung beeinflussen sollten: Wirtschafts- und Sozialpolitik, Umweltschutz und Außenpolitik. Aber Freiheit ist das Elementare Gut auf das unsere Gesellschaft basiert. Wird diese Freiheit einem genommen oder beschnitten, so verlieren alle anderen Aspekte ihre Relevanz. Was interessiert mich Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik in einem Staat, der mir meine Freiheit nimmt?
Die Tendenzen der letzten Jahre haben in meinen Augen dramatische Ausmaße angenommen und ich glaube der Zeitpunkt ist gekommen ein unmissverständliches politisches Zeichen zu setzen. Das Wählen einer Partei die unbestreitbar und ausschließlich für Bürgerrechte einsteht ist eben genau das.

Unabhängig davon wie viele Wähler die Piraten heute werden mobilisieren können, jeder Änderhaken ist ein klares Bekenntnis zu unseren Bürgerrechte. Und ich bin stolz darauf in der Gischt des „Freiheit!“ schreienden Meeres aus Stimmen auch meine hören zu dürfen.

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